Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Was ist eigentlich ein Betriebliches Gesundheitsmanagement und was sind die Ziele?

Diese Fragen stellten wir uns, als wir im Dezember 2015 das erste Gespräch zur Einführung eines BGM mit der Geschäftsleitung hatten. Schnell war klar, ein Verantwortlicher muss her, um diese und weitere Fragen zu beantworten.

Im Gesundheitsmanagement geht es um eine systematische und nachhaltige Schaffung und Gestaltung von gesundheitsförderlichen Strukturen. Hierbei soll ein eigenverantwortliches, gesundheitsbewusstes Verhalten gefördert werden, was zur Entwicklung einer positiven Unternehmenskultur beiträgt.

Die Herausforderungen im Rettungsdienst sind immens. Das betrifft steigende Einsatzzahlen, zunehmende gesetzliche Forderungen, wie zum Beispiel Anpassungen im Arbeitsschutz-gesetz sowie eine steigende Fürsorgepflicht gleichermaßen. Im Arbeitsschutzgesetz wird eine Beurteilung und Dokumentation der Arbeitsbedingungen gefordert. In Arbeitsbegehungen werden Arbeitsabläufe analysiert und Maßnahmen zur Vorbeugung und Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten umgesetzt.

Aber beim BGM ist nicht nur der Arbeitgeber in der Pflicht. Es soll auch die Eigenverantwortung der Mitarbeiter, nach dem Motto: „Jeder ist für sich selbst verantwortlich!“ gefördert werden.

Zusammengefasst ist das Betriebliche Gesundheitsmanagement die gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeit, Organisation und Verhalten am Arbeitsplatz zum Nutzen der Mitarbeiter und dem Unternehmen.

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement in der URG mbH

Seit der Mitarbeiterbefragung im Jahr 2016 ist das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) ein stetiger Begleiter des Unternehmens. Dabei arbeiteten wir mit der Arbeitsmedizin, der Arbeitssicherheit sowie mit den Krankenkassen eng zusammen.

Unser Ziel ist es, die Zufriedenheit im Unternehmen zu fördern, das Arbeitsklima zu verbessern und die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten.

Ein Indikator für das Klima sind beispielsweise Ausfallzeiten durch Krankheit, die in der betrieblichen Gesundheitsförderung eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Wir gehören einem Firmennetzwerk der Krankenkassen an und arbeiten stetig daran, ein auf die Mitarbeiter abgestimmtes Konzept auszubauen.

So wurde zum Beispiel eine geregelte Getränkeversorgung in den Rettungswachen eingeführt. Mit den Angeboten von Inhouse-Seminaren haben wir die Möglichkeit, auf spezielle Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzugehen. Ob Ernährungsberatung oder Rauchent- wöhnung, Anregungen, Vorschläge und Ideen aus dem Kollegium sind immer hilfreich und willkommen. Mit der Einführung von Gesundheitstagen und den wechselnden Angeboten, geben wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Gelegenheit sich zum Beispiel beim Wirbelsäulen- screening oder bei der Körperzusammensetzungsmessung individuell beraten zu lassen.

Ein wichtiger Baustein des BGM ist die Begleitung von länger erkrankten Mitarbeitern. Die Fähigkeiten und Erfahrungen unserer Mitarbeiter verstehen wir als teures Gut. Umso mehr liegt es dem Unternehmen am Herzen, mit den Betroffenen geeignete Lösungen zu finden, um die Tätigkeit im Unternehmen künftig fortsetzen zu können. Dabei halten wir engen Kontakt zum Rentenversicherungsträger und geben unseren Mitarbeitern Hilfestellung. Auf diese Weise profitieren sowohl unsere Mitarbeiter als auch wir als Arbeitgeber von der erfolgreichen Durchführung eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM).