Unternehmenseigene Aus-, Fort- und Weiterbildung

Wie in jedem Beruf haben Weiterbildungen einen hohen Stellenwert. Im medizinischen Bereich sind sie jedoch ein absolutes “Muss“. Die Fort- und Weiterbildungen bauen auf die bereits in der Ausbildung erworbenen Qualifikationen auf. Diese Qualifikationen werden durch Prüfungen nachgewiesen. Unterweisungen sind als besondere Art der Fortbildung anzusehen. Angebote an beruflicher Weiterqualifizierung sind fester Bestandteil der Personalpolitik und Instrument der Personalentwicklung.

Ziel einer systematischen und regelmäßigen Aus-, Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitern, Auszubildenden und Praktikanten ist es, nach aktuellem wissenschaftlichen Stand der Notfallmedizin ärztliche Maßnahmen durchzuführen bzw. einzuleiten und zu überwachen. Die Erhaltung und Erweiterung der Fachkompetenz wird auf dem aktuellen Stand der Notfallmedizin gewährleistet. Im Vordergrund steht hierbei die Stärkung der Selbstverantwortung des Einzelnen.

Bestimmte Gegebenheiten und Situationen stellen das Rettungspersonal vor die Frage, ob es Maßnahmen, die ursprünglich dem speziell dafür ausgebildeten Arzt obliegen, ergreifen soll. Ein umfangreiches Wissen soll dazu dienen, dass sich das Rettungsdienstpersonal an der Einsatzstelle rechtlich und ethisch korrekt verhält und so den Patienten vor falschen Behandlungen schützt.

Eine hohe qualitative Weiterentwicklung der Mitarbeiter hat die Folge, dass es so zu einer optimalen Ausnutzung der rettungsdienstlichen Ressourcen kommt. Ein Ziel ist also der Schutz der Mitarbeiter vor unberechtigten Vorwürfen. Einsatzabläufe können so besser aufeinander abgestimmt werden, da man sich so zielgerichteter auf den Patienten und seine Bedürfnisse einstellen kann.

Langfristige Ziele sind:

Die Mitarbeiter sollen einen gleichen und aktuellen Wissensstand zur Förderung der Zusammenarbeit erhalten. Denn die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienstpersonal, Notärzten und Dritten ist eine wichtige Grundlage für die Patientensicherheit und garantiert eine gute Arbeitsatmosphäre.
Um unsere Ziele, im Rahmen der vorgeschriebenen geforderten 24 Stunden Weiterbildung zu erreichen, bauen wir auf eine ausgewogene Mischung von E-Learning, interner sowie externer Fortbildung.
Der Ausbildungsplan für das zukünftige Kalenderjahr wird von den Ausbildungsbeauftragten geplant und mit dem Arbeitgeber abgestimmt.

E-Learning:

Wir nutzen eine internetbasierende Lernplattform mit anerkannten Fortbildungspunkten und daraus resultierendem Prüfungsteil. Zur Nutzung dieser Lernplattform werden jedem Mitarbeiter finanzielle Mittel (10 Credits) zur Verfügung gestellt. Dabei gibt es obligatorische und fakultative Themenschwerpunkte.

Ausbildungsbeauftragte Diana Rösler

Interne Fortbildung

Das Unternehmen verfügt über einen RTW für Ausbildungszwecke sowie mehrere Schulungsräume im Feuerwehrtechnischem Zentrum Prenzlau sowie in einzelnen Rettungswachen. Die jährliche Fortbildung richtet sich vor allem an Rettungssanitäter, Rettungsassistenten und Notfallsanitäter sowie Mitarbeiter der Regionalleitstelle Nordost. Unsere Fort- und Weiterbildungen finden in 16 Blöcken über das ganze Jahr verteilt statt. 12 bis 15 Mitarbeiter durchlaufen einen Weiterbildungsblock. Ein Weiterbildungsblock besteht aus zwei Fortbildungstagen (insgesamt 16 Stunden). Der erste Tag wird für die Pflichtthemen (ärztliche Themen, Hygiene, Medizinprodukte und Qualitätsmanagement) genutzt. Am zweiten Tag beziehen wir uns auf individuelle Themenschwerpunkte der Mitarbeiter. Praxis und Theorie wechseln sich dabei in den Rettungsdienstfortbildungen ab. Das Erlernen von neuen Handlungsabläufen und Technologien stehen dabei im Mittelpunkt, um ein standardisiertes und leitliniengetreues Arbeiten gewährleisten zu können. Die individuellen Themenschwerpunkte werden von Gastdozenten in unseren Räumlichkeiten erarbeitet und vermittelt. Für alle Mitarbeiter ist außerdem ein Reanimationstraining Pflicht. Dieses findet in den einzelnen Rettungswachen statt.

Dazu fährt der Ärztliche Leiter Rettungsdienst (ÄLRD) mit Praxisanleiter in die Rettungswachen und vermittelt die aktuellen Reanimationsrichtlinien. Zum Schluss dieser vierstündigen Veranstaltung erfolgt eine praktische Abnahme.

Externe Fortbildung

Für die Fortbildung unserer Funktionsträger (z. B. Desinfektoren, Medizinproduktebeauftragte, Praxisanleiter und Organisatorischer Einsatzleiter usw.) nutzen wir die Möglichkeit, unsere Mitarbeiter in Bildungseinrichtungen auszubilden.
Einer unserer Kooperationspartner ist die Landesrettungsdienstschule Brandenburg in Bad Saarow. Dort findet auch die Weiterqualifizierung zum Notfallsanitäter statt.